Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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TP4 Körpersensible Pädagogik

Teilprojektverantwortung: Dr. Tanja Kinne
Projektmitarbeiterin: Dr. Sabine Gabriel

Weitere beteiligte Personen: Julia Überall

Im Zentrum des Teilprojektes „Körpersensible Pädagogik“ steht die Dimension des Körperlich- Leiblichen als wesentliches Merkmal sozialen Geschehens und damit als konstitutives Moment des Schulischen (Lehrens und Lernens). Der Mensch hat nicht nur einen Körper, sondern er lernt, auf eine spezifische Art und Weise Körper, z.B. Schüler*in oder Lehrer*in, zu sein. Ausgehend von einem leibphänomenologischen Zugang wird in dem Projekt der Körper innerhalb der zu konzipierenden Maßnahme in einem doppelten Sinne als Körper-Haben und Körper/Leib-Sein begriffen, denn er fungiert als Bezugspunkt für die je eigene Orientierung in Form eines spezifischen Zur-Welt-Seins. Körperlichkeit wird dabei als Agens des Unterrichtsgeschehens verstanden, welcher als wissender und Wissen kommunizierender Körper in Erscheinung tritt, aber auch zum Ort subtilen Widerstands gegenüber herrschenden schulischen und unterrichtlichen Ordnungen werden kann.

Im Fokus der Maßnahme steht die Körper-/Leiblichkeit aller schulischer Akteur*innen sowohl als Differenzmerkmal an dem sich innerhalb schulischer und unterrichtlicher Praktiken Ein-und Ausschlussprozesse manifestieren als auch als pädagogische Querdimension für Professionalisierungsprozesse in den Lehramtsstudiengängen. Ziel ist die Konzeption, Durchführung und Evaluation von Angeboten, durch die sich Studierende unterschiedlicher Lehramtsstudiengänge in Gruppen in einem Prozess forschenden Lernens der Dimension des Körper-Leiblichen zuwenden. Dabei werden Aspekte kasuistischen Lehrens mit der Entwicklung von Professionswissen in Bezug auf eine körpersensible Pädagogik verknüpft, wobei unter transdisziplinärer Perspektive aktuelle körpersoziologische, leibphänomenologische, inklusions-, und sportpädagogische Diskurse einbezogen werden.

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